Stand: 5. November 2026 · Verantwortlich: Niclas Baldus, Baldux GmbH
Das Wichtigste in Kürze
Die Zahlen stammen aus amtlicher Statistik (Eurostat, Destatis), Verbandsumfragen (Bitkom) und Anwenderstudien. Amtliche Werte gelten für Unternehmen ab 10 Beschäftigten, Bitkom-Werte für Unternehmen ab 20 Beschäftigten. Darum stehen bei jeder Zahl Quelle und Grundgesamtheit.
- ✓43,5 % der Unternehmen in Deutschland nutzen ein ERP-System, in Österreich 37,5 % (Eurostat 2025).
- ✓Von den kleinen Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten nutzen nur 37,5 % ein ERP, von den großen 89,4 %.
- ✓26 % der Unternehmen in Deutschland nutzen KI (Destatis 2025).
- ✓Nur 20,9 % der ERP-Anwender sehen keine Probleme im Betrieb (Trovarit 2024).
- ✓76 % der Unternehmen planen weiterhin mit Excel (BARC 2024).
43,5 % der Unternehmen in Deutschland nutzen ein ERP-System (2025)
Laut Eurostat setzten 2025 43,5 % der Unternehmen in Deutschland ein ERP-System ein, also Software, die Informationen zwischen Bereichen wie Einkauf, Vertrieb, Lager und Buchhaltung teilt. Der Wert ist seit 2023 (43,7 %) praktisch gleich geblieben. Mehr als die Hälfte der Unternehmen arbeitet damit ohne ERP.
Einschränkung: amtliche Erhebung, Unternehmen ab 10 Beschäftigten ohne Finanzsektor. Für die Schweiz gibt es diesen Wert bei Eurostat nicht.
- ✓Deutschland — 43,5 %
- ✓Österreich — 37,5 % (2023: 40,1 %)
- ✓EU-27 — 46,5 %
Kleine Unternehmen: 37,5 % mit ERP, große: 89,4 %
Die Verbreitung hängt stark an der Größe. Von den Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten nutzt gut jedes dritte ein ERP-System, von den großen ab 250 Beschäftigten fast alle. Kleinere Betriebe arbeiten häufiger mit Einzelprogrammen, Listen und Papier.
- ✓10 bis 49 Beschäftigte — 37,5 %
- ✓50 bis 249 Beschäftigte — 67,7 %
- ✓ab 250 Beschäftigte — 89,4 %
26 % der Unternehmen in Deutschland nutzen KI (2025)
Laut Statistischem Bundesamt nutzten 2025 26 % der Unternehmen in Deutschland mindestens eine KI-Technologie. Damit liegt Deutschland über dem EU-Schnitt von 20 %, Österreich bei 30 %. Auch hier wächst der Anteil mit der Größe.
Einschränkung: Seit 2025 gilt eine neue Abgrenzung der Unternehmenseinheit, der Vergleich mit 2024 (20 %) ist nur bedingt möglich. Eine Bitkom-Umfrage unter Unternehmen ab 20 Beschäftigten kommt 2026 auf 57 %; sie fragt anders und zählt eine andere Grundgesamtheit.
Quelle: Destatis, Stand 24.11.2025 · Eurostat, isoc_eb_ai · Bitkom, 14.09.2026
- ✓10 bis 49 Beschäftigte — 23 %
- ✓50 bis 249 Beschäftigte — 36 %
- ✓ab 250 Beschäftigte — 57 %
45 % nennen fehlende Kompatibilität mit vorhandener Software als Hürde für KI
Unter den Unternehmen, die KI erwogen, aber nicht eingeführt haben, nennen 45 % fehlende Kompatibilität mit bestehenden Geräten, Software oder Systemen als Grund. Häufiger genannt werden nur fehlendes Wissen (72 %) und Datenschutz (60 %); zu hohe Kosten nennen 32 %.
Einschränkung: Basis sind nur die Unternehmen, die einen KI-Einsatz erwogen haben.
Quelle: Destatis, Stand 24.11.2025
Nur 20,9 % der ERP-Anwender sehen keine Probleme im Betrieb
In der Anwenderstudie „ERP in der Praxis 2024/2025“ gaben nur 20,9 % der Unternehmen an, keine Probleme im ERP-Betrieb zu haben; bei größeren Unternehmen waren es rund 10 %, bei kleineren 27 %. Genannt werden vor allem diese Punkte:
Einschränkung: 1.717 Unternehmen, drei Viertel davon aus Deutschland, Erhebung März bis Juni 2024, Selbstauskunft.
Quelle: Trovarit, ERP in der Praxis 2024/2025, Management Summary
- ✓Performance — 19,8 %
- ✓laufende Kosten — 18,5 %
- ✓Schnittstellen und Integration — 15,7 %
Rund jedes vierte größere Unternehmen nennt neue Releases ein großes Problem
Der Aufwand für neue Versionen der ERP-Software ist für rund 25 % der größeren Unternehmen ein großes Problem, bei kleineren für rund 10 %. Rund 16 % der kleineren Unternehmen beklagen mangelnde Anpassbarkeit. Beides hängt zusammen: Je mehr an einer Standardsoftware angepasst ist, desto aufwendiger wird jedes Update.
Einschränkung: dieselbe Studie, Selbstauskunft; die Teilnehmer setzen 133 verschiedene ERP-Systeme ein.
Quelle: Trovarit, ERP in der Praxis 2024/2025, Management Summary
Schulnote 1,89: Wer ein ERP hat, ist meist zufrieden
Die Kehrseite: Anwender im deutschsprachigen Raum bewerten ihre ERP-Software in der aktuellen Studie im Schnitt mit 1,89, ihre Partner für Wartung und Software mit 2,01. 60,8 % sagen, das System vereinfache und beschleunige ihre Prozesse; 57 % halten KI für hoch relevant.
Einschränkung: 1.538 bewertete Installationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, Selbstauskunft.
Mehr als ein Viertel der Unternehmen überschreitet das ERP-Budget
Laut dem weltweiten ERP-Report 2026 eines Beratungshauses überschreitet mehr als ein Viertel der Unternehmen das Budget ihres ERP-Projekts. Als Hauptursache nennt der Bericht zusätzlichen Technologiebedarf, der erst im Projekt sichtbar wird.
Einschränkung: weltweite Erhebung, die Pressemitteilung nennt weder eine genaue Prozentzahl noch die Zahl der Befragten.
76 % der Unternehmen planen weiterhin mit Excel
In einer Befragung zur Unternehmensplanung gaben 76 % an, Excel zu nutzen, allein oder neben anderen Werkzeugen; 72 % nutzen auch spezialisierte Planungssoftware. Excel ist also selten ersetzt, sondern läuft meist daneben.
Einschränkung: 1.272 Befragte, Region nicht angegeben, Kunden von Softwareanbietern sind überrepräsentiert.
86 % der geprüften Tabellen aus der Praxis enthielten Fehler
Eine Studie hat 50 Tabellen aus Unternehmen Zelle für Zelle geprüft: 86 % enthielten mindestens einen Fehler, der ein falsches Ergebnis lieferte. Betroffen waren 0,87 % aller 270.722 Formelzellen. Wenige fehlerhafte Zellen reichen also, um eine ganze Auswertung zu verfälschen.
Einschränkung: kleine Stichprobe aus den USA, Studie von 2009.
Quelle: Powell, Baker, Lawson: Journal of Organizational and End User Computing 21(3), 2009
In 38 % der Unternehmen läuft rund die Hälfte der Büroabläufe auf Papier
Komplett papierlos arbeiten 15 % der Unternehmen ab 20 Beschäftigten; 30 % faxen häufig oder sehr häufig. Jeder Wechsel zwischen Papier, E-Mail und Programm ist ein Medienbruch, an dem Daten abgetippt werden.
Einschränkung: 1.103 Unternehmen ab 20 Beschäftigten, Telefonbefragung, Digital Office Index 2024.
Quelle: Bitkom, 24.09.2024
61 % schöpfen das Potenzial ihrer Daten kaum oder gar nicht aus
48 % der Unternehmen sagen, sie nutzen ihre Daten eher wenig, 13 % überhaupt nicht. 64 % sahen sich 2025 bei der Digitalisierung als Nachzügler. Daten, die in getrennten Programmen und Listen liegen, lassen sich kaum gemeinsam auswerten.
Einschränkung: jeweils rund 600 Unternehmen ab 20 Beschäftigten, Selbsteinschätzung.
Quelle: Bitkom, Digitalisierung der Wirtschaft, 11.03.2026 · Bitkom, 12.03.2025
Nur 30 % der kleinen und mittleren Unternehmen haben zuletzt Digitalisierungsprojekte abgeschlossen
Im Zeitraum 2022 bis 2024 schlossen 30 % der kleinen und mittleren Unternehmen ein Digitalisierungsprojekt ab, 5 Prozentpunkte weniger als im Bericht davor. Im Schnitt gaben sie rund 25.000 € im Jahr für Digitalisierung aus; Unternehmen ab 50 Beschäftigten knapp 189.000 €.
Einschränkung: KfW-Panel mit 13.079 Unternehmen bis 500 Mio. € Umsatz; die Ausgaben betreffen Digitalisierung insgesamt, nicht nur ERP.
Was die Zahlen für Ihre Entscheidung bedeuten
Mehr als die Hälfte der Unternehmen arbeitet ohne ERP, und wer eines hat, kämpft oft mit Schnittstellen, Updates und Anpassungen. Dazwischen laufen Excel, Papier und E-Mail. Die Frage ist darum selten nur „welches ERP?“, sondern: Wie passen Software und eigene Abläufe zusammen, ohne dass jedes Update zum Projekt wird?
XGait ist ein Business Framework für Unternehmenssoftware, nach Ihren Abläufen konfiguriert, nicht programmiert, mit einer gemeinsamen Datenbasis und einer REST-API für jedes Objekt. Wie das aussieht, zeigen unsere Praxisszenarien.



