Stand: 1. November 2026 · Verantwortlich: Niclas Baldus, Baldux GmbH
Was ist Vibe Coding?
Vibe Coding ist eine Arbeitsweise, bei der Menschen in normaler Sprache beschreiben, was sie brauchen, und eine KI daraus Programmcode erzeugt. Der Code wird dabei oft kaum gelesen und nur am Ergebnis beurteilt.
So entstehen in kurzer Zeit lauffähige Anwendungen, auch ohne Programmierkenntnisse. Den Begriff prägte der KI-Forscher Andrej Karpathy im Februar 2025.
Wo Vibe Coding sinnvoll ist
Vibe Coding eignet sich gut, wenn wenig auf dem Spiel steht.
- ✓Prototypen und Ideen testen
- ✓kleine interne Hilfsmittel ohne sensible Daten
- ✓Einzelaufgaben, die man leicht ersetzen kann
Wo es für Unternehmen riskant wird
Sobald Kundendaten, Rechnungen oder Abläufe daran hängen, zählt nicht nur, dass etwas läuft. Es muss sicher, nachvollziehbar und dauerhaft wartbar sein.
- ✓Sicherheit: Neu erzeugter Code ist nicht automatisch geprüft.
- ✓Rechte: Wer darf was sehen, muss überall stimmen.
- ✓Wartung: Jemand muss den Code verstehen und pflegen.
- ✓Betrieb: Hosting, Backups und Updates müssen geregelt sein und bleiben oft Ihre Aufgabe.
- ✓Wiederholbarkeit: Dieselbe Beschreibung kann anderen Code ergeben.
Die Alternative: konfigurieren statt Code erzeugen
Bei der Konfiguration entsteht kein neuer Code. Die Software besteht aus fertigen, geprüften Bausteinen wie Objekten, Feldern, Status und Workflows, die passend eingestellt werden. KI kann auch hier helfen, sie stellt die Bausteine zusammen, statt Code zu schreiben.
So geht XGait vor: Software auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht
Fast jede Unternehmenssoftware wiederholt dieselben Grundmuster: Es gibt Vorgänge mit Feldern, sie durchlaufen Schritte, Regeln lösen Aktionen aus, und Menschen brauchen unterschiedliche Rechte. Wir haben Software bis auf diesen kleinsten gemeinsamen Nenner heruntergebrochen und jeden Baustein einmal fest gebaut.
Diese Bausteine sind fertige Module der Plattform. Für Ihr Unternehmen werden sie eingestellt, nicht neu programmiert. Jedes Objekt in XGait hat dieselben Module, von Felder und Layout bis zur Historie.
- ✓Objekte und Felder — Kunde, Auftrag, Reklamation oder Ihr eigener Vorgang, mit genau den Feldern, Pflichtangaben und Prüfregeln, die Sie brauchen.
- ✓Status und Prozesse — Die Schritte eines Ablaufs, zum Beispiel Neu, In Prüfung und Erledigt, dazu Sonderstatus und Sperren.
- ✓Workflows und Aktionen — Wenn-Dann-Regeln, die bei einem Ereignis Felder setzen, Benachrichtigungen auslösen oder Dokumente erzeugen.
- ✓Masken, Ansichten und Dashboards — Wie Ihr Team die Daten sieht: Formulare, Tabellen, Kanban, Kalender, Reports und Kennzahlen.
- ✓Nummern und Dokumente — Nummernkreise wie REK-2026-00004 und Druckvorlagen für Belege und Berichte.
- ✓Rollen und Rechte — Wer was sehen, ändern und löschen darf, bis auf Feld und Zeile.
- ✓API und Schnittstellen — Jedes Objekt ist automatisch über die REST-API erreichbar, andere Systeme binden wir über Konnektoren an.
- ✓Historie — Änderungen werden mit Vorher und Nachher festgehalten.
1. Sie beschreiben, was Sie brauchen
Alles beginnt mit einem Satz im Objekt-Planer, getippt oder eingesprochen. Sie beschreiben Ihren Ablauf so, wie Sie ihn einer Kollegin erklären würden, zum Beispiel: „Wir brauchen eine Reklamationsverwaltung. Mit Frist, Zuständigem, Status.“
Fachbegriffe aus der Softwareentwicklung brauchen Sie dafür nicht. Aus dem Satz wird ein Plan mit konkreten Schritten, den Sie prüfen, bevor etwas passiert. Heute arbeiten unsere Experten so mit Ihnen; die Plattform-KI lässt sich künftig gesondert in Ihrer Instanz zuschalten.

2. Jedes Feld ist über die API erreichbar
Sobald ein Objekt angelegt ist, ist es über die REST-API von XGait erreichbar. Die Endpunkte entstehen automatisch aus dem Schema, programmiert wird dafür nichts: Datensätze lesen, filtern, auswerten, anlegen, ändern und löschen, dazu die Änderungshistorie und die Aktionen des Objekts.
Auch das Schema selbst lässt sich abrufen, also welche Felder, Status und Endpunkte ein Objekt hat. Genau das nutzt ein angebundener KI-Assistent: Er liest über die API, wie Ihr System aufgebaut ist, und legt die vorhandenen Bausteine passend an, statt eigenen Code daneben zu schreiben. Er arbeitet dabei im Entwurf, veröffentlichen kann nur ein Mensch.
Was ein API-Schlüssel darf, legen Sie fest. Schreiben setzt ein ausdrücklich vergebenes Schreibrecht voraus, und Prüfregeln gelten auch für Schreibzugriffe über die API.

3. So wird über die API konfiguriert
Aus dem Satz wird eine Kette. Jede Stufe ist sichtbar, und nichts geht live, ohne dass Sie es gesehen und freigegeben haben.
Ihr Satz
- „Wir brauchen eine Reklamationsverwaltung. Mit Frist, Zuständigem, Status.“
Plan zur Freigabe
- Objekt Reklamationen anlegen
- Felder Frist und Zuständig
- Status Neu, In Prüfung, Erledigt
- Workflow: Datum erreicht, dann Benachrichtigung
Über die API eingestellt
- ✓ Objekt
- ✓ Felder
- ✓ Status
- ✓ Workflow
- kein neuer Code
Ergebnis nach Abnahme
- Reklamationsliste mit Status und Fristampel
- Rechte, Historie und API inklusive
- live erst nach Ihrer Veröffentlichung
Was in jeder Stufe passiert
Vier Stufen mit einer klaren Regel: Sie entscheiden, was live geht.
- ✓Plan — Aus dem Satz entsteht eine Liste konkreter Schritte: welche Objekte, Felder, Status und Workflows angelegt oder geändert werden.
- ✓Freigabe — Ohne Ihre Freigabe wird kein Schritt umgesetzt.
- ✓Umsetzung — Die Schritte werden als Einstellungen geprüfter Bausteine umgesetzt, im Studio oder über die API. Neuer Code entsteht dabei nicht.
- ✓Abnahme und Live — Sie prüfen das Ergebnis, fordern eine Korrektur an oder nehmen ab. Erst mit der Veröffentlichung gilt die Änderung im Betrieb. Die Historie hält fest, was sich geändert hat.
4. Im Objekt-Designer sehen Sie jeden Baustein
Was über die API eingestellt wurde, ist kein verborgener Code. Über den Stift oben in einem Objekt öffnen Sie den Objekt-Designer und sehen jeden Baustein im Detail: Felder und Layout, Status, Prüfregeln, Workflows, Masken, Nummernkreise, Dokumente, Rechte und Historie.
Das Bild zeigt eine Maske für den Einsatz vor Ort: wer sie sieht, womit sie beginnt, was nach dem Abschluss passiert und welche Felder im Ablauf erscheinen. Jede dieser Einstellungen lässt sich prüfen und ändern, von Ihnen, von unseren Experten oder per KI im nächsten Plan.

Felder und Layout: so sieht die Konfiguration aus
Das Bild zeigt den Objekt-Designer für die Wareneingänge. In der mittleren Spalte stehen die Module des Objekts, von Felder und Layout über Status, Prüfregeln und Workflows bis zu Masken, Dokumenten, API und Historie. Rechts liegen die Feldgruppen Lieferung und Prüfung im Lager mit ihren Feldern.
Jedes Feld ist ein eigener Baustein mit sichtbaren Einstellungen. Ein Textfeld bekommt zum Beispiel eine Vorbelegung, eine Mindest- und Höchstlänge, ein Muster für die Prüfung der Eingabe und einen Hinweistext. Ein Verweis zeigt auf ein anderes Objekt, hier auf die Adressen; eingestellt ist auch, dass sich eine Adresse nicht löschen lässt, solange ein Wareneingang darauf verweist. Ein Formelfeld setzt Werte aus anderen Feldern zusammen.
Links steht der Objekt-Planer, in dem Anforderungen beschrieben und Pläne freigegeben werden. Jede Einstellung lässt sich prüfen und ändern. Programmiert wird dafür nichts.
5. Das Ergebnis: eine fertige Maske
Am Ende arbeitet Ihr Team in einer fertigen Oberfläche, ohne dass dafür Code geschrieben wurde. Der Wareneingang im Bild hat eine Statusleiste von Angekündigt bis Geklärt, Pflichtfelder, Verknüpfungen zu Lieferant und Bestellung, eine Prüfung im Lager mit Foto und Positionen mit Menge bestellt, Menge geliefert und Differenz.
Dieselbe Maske läuft im Browser am Arbeitsplatz und am Handy im Lager. Ändert sich Ihr Ablauf, beschreiben Sie die Änderung, und die Kette beginnt von vorn.

Warum das bei XGait kein Vibe Coding ist
Auf den ersten Blick sieht es ähnlich aus: Man beschreibt in normaler Sprache, was man braucht. Der Unterschied liegt darin, was danach entsteht und wer dafür geradesteht.
- ✓Ergebnis — Vibe Coding erzeugt neuen Code. Bei XGait entstehen Einstellungen fertiger Bausteine, der Code der Plattform bleibt gleich.
- ✓Prüfung — Erzeugter Code ist zunächst ungeprüft. Die Bausteine von XGait sind fertig gebaut und getestet, und Änderungen an der Plattform durchlaufen automatische Tests.
- ✓Kontrolle — Jede Änderung liegt als Plan vor Ihnen und wird erst nach Ihrer Freigabe umgesetzt.
- ✓Rechte — Rollen und Rechte bis auf Feld und Zeile gehören zur Plattform und gelten auch für API-Schlüssel. KI-Zugänge arbeiten im Entwurf, veröffentlichen kann nur ein Mensch.
- ✓Nachvollziehbarkeit — Die Historie zeigt, wer wann welchen Wert geändert hat.
- ✓Wartung und Betrieb — Verbesserungen der Plattform kommen auch bei Ihnen an. Hosting in Deutschland, Updates, Backups und Überwachung übernehmen wir.
Wer die Schritte umsetzt
Die Kette ist dieselbe, egal wer arbeitet: unsere Experten, ein KI-Assistent, den Sie mit einem eigenen Zugang anbinden, oder künftig die integrierte Plattform-KI. Standardmäßig ist in XGait keine KI aktiv. Die Plattform-KI lässt sich künftig gesondert in Ihrer Instanz zuschalten, mit zusätzlichen Bedingungen und gesonderter Abrechnung.
Ihr Weg zum eigenen System
Sie müssen dafür nichts selbst einrichten. Im Erstgespräch schildern Sie Ihre Abläufe. Danach nehmen wir Ihre Prozesse auf, und Sie erhalten einen Umsetzungsvorschlag mit Festpreis. Wir bauen Ihr System maßgeschneidert auf, Sie testen und geben frei, und wir schulen Ihr Team.



